Schärfe Kennzeichenerkennung

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    Schärfe Kennzeichenerkennung

    Hallo,
    ich habe mir die 650 S 2 Ch gekauft aufgrund der guten Bewertungen und der Empfehlung im Dashcam Testportal.

    Ich habe Sie auf höchste Videoqualität eingestellt und richtig platziert.

    Leider bin ich von der Schärfe nicht begeistert. Kennzeichen sind zumindest bei schlechtem Wetter, Gegenlicht auch bei naher Distanz und geringer Geschwindigkeit kaum zu entziffern.

    Ich habe gehört das bei der 650 GHW ein downgrade der Firmware ohne Cloud Service etwas bringt ?

    Auch gibt es in der Android App kaum EInstellmöglichkeiten bez. Bildqualität.
    Ich habe nur Full HD und 30 fps einstellen köännen sowir höchste Schärfe.
    z.b. Weitwinkel lässt sich nicht ändern ?

    Ich bin neu hier und würde mich über erinen Tip freuen.
    Danke und Gruß
    Andreas
    Hallo @aro7654,

    Herzlich Willkommen hier im deutschsprachigen Dashcamforum *drinks*

    Welche "Tests" zur BlackVue DR650S-2CH hast Du "wo" gelesen? Viele Webseiten bieten angebliche "Tests" an - natürlich mit Kaufempfehlung und entsprechenden Amazon-Buttons. Es geht bei solchen Artikeln nicht immer um einen seriösen Test, sondern häufig um das Verdienen einer Klick-Provision bei Amazon.

    In einem echten Test einer DR650S-2CH würde nicht stehen, dass diese eine gute Erkennung von Kennzeichen oder anderen Bilddetails ermöglicht. Dies ist technisch auch angesichts der geringen Videodatenraten und hoher Kompression gar nicht möglich.

    Die Datenrate der Frontkamera beträgt ungefähr 8.5-10.0 MBit/s bei FullHD-Auflösung. Für eine halbwegs gute Videodetaildarstellung werden jedoch mindestens 14-15 MBit/s benötigt. Von einer "sehr guten" Bilddetailqualität sprechen wir ab ca. 18-22 MBit/s bei FullHD, wo auch Kennzeichen bei schnelleren Bewegungen noch gespeichert werden können.

    Die erkennbare Speicherung von Kennzeichen ist auch von anderen Faktoren, wie Lichtbedingungen und Belichtungszeit des Videosensors etc. abhängig. Die Chance der Erkennbarkeit von Kennzeichen nimmt mit abnehmender Lichthelligkeit ab, da sich die Belichtungszeiten des Videosensors verlängern und als Resultat die Bewegungsunschärfe erhöht. Begrenzender Faktor bei der DR650S-2CH ist jedoch hauptsächlich die zu geringe Videodatenrate.

    Eine andere Firmware bringt keine Besserung, da das Limit technisch bedingt ist. Die Gesamtdatenrate beider Videokanäle ist bei der DR650S-2Ch auf ca. 15-16MBit/s begrenzt. Eine Erhöhung würde eine Überschreitung des thermischen Budgets des gesamten Systems zur Folge haben und die Dashcam schnell zu einem Defekt führen.

    Der Sichtwinkel der DR650S ist mit 129° fest und kann nicht verändert werden. Warum der Hersteller den Blickwinkel im Vergleich zum Vorgängermodell (DR650GW-2CH, 156°) derart reduziert hat, wissen wir nicht. Eine Dashcam sollte nach unseren Erfahrungen für normale PKW mindestens einen diagonalen Blickwinkel von 135° bieten. Bei LKW oder Transporter mit sehr breiter und steiler Frontscheibe sind 160° bis 170° empfehlenswert.

    Fazit: Die DR650GW-2CH und DR650S-2CH sind nicht empfehlenswert, wenn der Nutzer eine Aufzeichnung feiner Videodetails bei Geschwindigkeiten >20-25km/h wünscht.

    Beste Grüße & Gute Fahrt :)
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    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Autokamera-24 (Technik)“ ()

    Hallo Autokamera-24

    Danke sehr für die gute Antwort.

    Ich hatte den Test bei Dashcamtest.de gelesen.
    Zitat:
    "Exzellente Bildqualität
    Beim Vorgänger war die Bildqualität schon gut aber hatte mit
    wechselhaftem Niveau zu kämpfen. Das lag vor allen Dingen an der
    niedrigen Bitrate. Sie war aber notwendig, um Überhitzungsproblemen
    vorzubeugen. Endlich hat man dieses Problem aber scheinbar in den Griff
    bekommen. Denn eine Artefaktbildung sucht man nun vergeblich. Sowohl die
    Front- als auch die Heckkamera liefern scharfe Bilder bei Nacht und
    Tag. Ich möchte das System wirklich nicht über den grünen Klee loben
    aber die Verbesserung ist so massiv, dass sie endlich dem hohen
    Anschaffungspreis gerecht wird. Selbst bei hohen Geschwindigkeiten
    lassen sich Kennzeichen nun gut erkennen
    . Das liegt aber nicht nur an
    der gesteigerten Bitrate sondern auch am niedrigeren Weitwinkel. Dieser
    wurde reduziert, sodass nun Objekte weniger gekrümmt werden was
    ebenfalls in einer besseren Bildqualität resultiert. Letzendlich merkt
    man den „Verlust“ des Weitwinkels aber nicht! "

    Dann bin ich wohl einem Irrtum aufgesessen.
    Ich hatte allerdings auch aus den im Durchschbitt guten Bewertungen bei Amazon und auch aufgrund des rechgt hohen Preises geglaubt hier richtig zu liegen.
    Ich hoffe das ich die Kamera an die ADAM GmbH zurückgeben kann.
    Welche Kamera würdest du mir den evtl. empfehlen in meinem Fall.
    Vielen Dank und Gruß
    Andreas
    Ich weiß nicht genau, wie unser lieber Kollege @nicmare von Dashcamtest.de genau getestet hat. Er testet in der Regel recht gewissenhaft, ohne jedoch ein Produkt stark zu kritisieren.

    Hinweis: Bei echter (oder starker) Kritik würde man als Tester mit höherer Wahrscheinlichkeit keine Geräte mehr vom Hersteller erhalten, oder müsste diese selbst erwerben. Kein Hersteller versendet Testgeräte an Tester, wenn diese zuvor durch kritische und werbetechnisch schlechte Tests aufgefallen sind.

    Es hängt vor allem von der Art und Menge von Bewegung im Videobild ab, wie stark Kompressionsartefakte oder kompressionsbedingte Unschärfen entstehen. Bei einer Überlandfahrt mit weitem Horizont auf einer Ebene ohne Bepflanzung an der Seite, dürfte auch eine Videodatenrate von rund 9-10 MBit/s ausreichen, um gute Videos zu erzeugen - aber das ist eher selten. bei FullHD ist es einfach nicht möglich unter 14 Mbit/s ansehnliche Videos ohne auffällige Kompressionsartefakte und künstliche Unschärfen aufzuzeichnen. Welche Geschwindigkeit ist mit "hohen" Geschwindigkeiten gemeint - dass ist sehr subjektiv und immer von der aktuellen Szene (Bewegungsintensität + Lichtsituation) abhängig?

    Man darf nie vergessen, dass ein Test auch sehr subjektiv ist. Manch einer findet eine bestimmte Videoqualität gut, während bei jemand anderem die gleiche Qualität nur wenig oder keine Begeisterung auslöst. Wichtig ist, dass die eigenen Testerfahrungen mit selbst erstellten (und nicht manipulierten) Beispielvideos untermauert werden. So kann der Leser nachvollziehen, unter welchen Rahmenbedingungen getestet und ein bestimmtes Ergebnis erzielt wurde.

    Beste Grüße
    Torsten
    Dashcam-Wiki.de *rock*
    Aktuelle Dashcam-Wiki Autoren hier im Dashcamforum: Steve, Mani, Torsten

    Urheberhinweis: Dritten ist eine Übernahme oder Veröffentlichung der in Beiträgen platzierten Fotos nur mit entsprechender Nutzungslizenz gestattet. Die Berechnung der Lizenzgebühren erfolgt nach MFM.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Dashcam Wiki“ ()

    Hallo

    alles klar, danke Dir.
    Schade wenn solche Blogs derart beeinflusst werden sollten von den Herstellern.

    Eine Empfehlung gibt es nicht richtig ?
    Bei Amazon ist die 650 S die zweitteuerste.
    Da könnte man meinen ein Spitzenpropdukt zu kaufen.
    Ich teste mal weiter bei schönem Wetter. Evtl. liegt es ja doch an den Wetterbedingungen.
    Im Falle eines Unfalls ist ja eher der Ablauf wichtiger als das Kennnzeichen, solange das andere Fahrzeug ermittelbar ist.
    Schöne Woche und Gruß

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „aro7654“ ()

    Also ich hab die Erfahrung gemacht das bei Tageslicht ob bewölkt oder nicht, am ehesten ein Kennzeichen erkannt wird. Hierbei meine ich Kennzeichen von entgegenkommenden Fahrzeugen.
    Bei Dämmerung oder wechselnden Lichtverhältnisse (Schatten von Bäume etc.) sinkt die Erkennung schon um einiges. In der Nacht im Grunde unmöglich.

    Solange aber auch keine Fahrerflucht begangen wird, ist eine Erkennung auch nicht nötig. Solange man erkennen kann, wie es zum zusammenstoß kam.

    aro7654 schrieb:

    Eine Empfehlung gibt es nicht richtig ?
    Bei Amazon ist die 650 S die zweitteuerste.
    Da könnte man meinen ein Spitzenpropdukt zu kaufen.


    Es gibt diverse Empfehlungen, wenn eine Dashcam mit sehr guter Detaildarstellung (u.a. Kennzeichen) gewünscht wird. Recht empfehlenswert ist die Dual-Kombination aus GS6000-A7 (optimierte Version) für die Frontscheibe und DC-A119S für die Heckscheibe. Diese Kombination nutze ich auch selbst.

    Der Vorteil dieser Lösung: Die Videoqualität der beiden Dashcams übertrifft jene der BlackVue-Dual-Dashcams deutlich. Die Erkennbarkeit von Kennzeichen ist bei der optimierten GS6000-A7 auch bei höheren Geschwindigkeiten wesentlich besser. Auch wird die Installation und Fehlersuche einfacher, da das recht fehleranfällige Kabel zwischen beiden Dashcams entfällt.

    Natürlich stellen neben einer sehr guten Dashcam auch die Lichtbedingungen eine wichtige Voraussetzung für die Erkennbarkeit von Videodetails dar. Mit abnehmender Helligkeit verlängern sich die Shutter-Zeiten des Videosensor, wodurch sich die Bewegungsunschärfe erhöht und Details eher verschwimmen. Zu diesem Sachverhalt gibt es schon diverse Beiträge hier im Forum.

    Die BlackVue DR650 ist eine sehr gute Dashcam, deren Preis jedoch leider nicht mit der Video(detail)qualität korreliert. Der höhere Preis ist jedoch durch andere Merkmale und Funktionen gerechtfertigt: WiFi, Handy-App, Anschluss einer Heckkamera direkt an der Frontkamera, relativ kompakte Bauform (für eine Dual-Dashcam), sehr gute Verarbeitungsqualität usw ...

    Meine Empfehlung: Wenn Du die DR650S-2CH schon besitzt und eventuell über einige Schwächen bei der Detaildarstellung in den Videos hinweg sehen kannst, so bleib bei der DR650S. Nur wenn Dich die Detaildarstellung sehr stört, schaust Du Dir die oben genannte Kombination aus GS6000-A7 (optimierte Version) und DC-A119S einmal an. Jene liegt in etwa auf dem gleichen Preisniveau einer DR650S-2CH.

    Beste Grüße
    Steve
    Dashcam-Wiki.de *rock*
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Dashcam Wiki“ ()

    aro7654 schrieb:

    Ich habe nur Full HD und 30 fps einstellen köännen sowir höchste Schärfe.

    FullHD ist die Bildauflösung und nicht die Schärfe. Manchmal sind kleinere Auflösungen schärfer. Besonders bei Dunkelheit.

    aro7654 schrieb:

    Bei Amazon ist die 650 S die zweitteuerste.
    Da könnte man meinen ein Spitzenpropdukt zu kaufen.

    Könnte. Meine Kamera gab es bei Ebay für 80 bis 200 €. Der Preis sagt manchmal wenig über die Qualität aus.

    Es gibt neben der Kamera weitere Faktoren für die Bildqualität. Zum Beispiel eine saubere Scheibe. Die Verwendung von Regenabweisern ist auch nicht verkehrt.
    Gruß Frank

    DashyMCTrashy schrieb:

    Macht man sich eigentlich strafbar, wenn man sone besonderen Kennzeichen filmt


    Kennzeichen sind nicht personenbezogen und koennen von einen Otto-Normal-Buerger nicht verwendet werden.

    DashyMCTrashy schrieb:

    Letztens ist nämlich auch einer mit Diplomatenkennzeichen vor mir gefahren


    Mit so einen hatte ich einen Konflikt, er wusste LEIDER nichts von seinen Ausbremsen und somit Gefaehrdung des Strassenverkehrs. Schon praktisch solche Kennzeichen.
    ------------------

    DashyMCTrashy schrieb:

    Letztens ist nämlich auch einer mit Diplomatenkennzeichen vor mir gefahren


    Admin schrieb:

    Mit so einen hatte ich einen Konflikt, er wusste LEIDER nichts von seinen Ausbremsen und somit Gefaehrdung des Strassenverkehrs. Schon praktisch solche Kennzeichen.


    Ist Wahnsinn, dass die sich das einfach so erlauben können..

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Admin“ () aus folgendem Grund: Zitat repariert

    In der Nacht sind Kennzeichen entgegen kommender Fahrzeuge generell nicht lesbar. Der Kontrast (Hell(Dunkel-Unterschied) zwischen Scheinwerfer und unbeleuchtetem Kennzeichen ist für aktuelle (bezahlbare) Videosensoren zu hoch.

    Es sollte jedoch möglich sein, ein Kennzeichen eines direkt voraus fahrenden Fahrzeugs bei kurzem Anstand bis 5m und geringer Geschwindigkeit auch bei Nacht lesen zu können.

    Die Lesbarkeit von Kennzeichen lässt sich bei der DR650S nicht verbessern, sofern bereits die höchste Auflösung von 1920x1080 eingestellt ist. Allgemein glänzen Dual-Dashcams, wie die DR650S nicht mit einer hohen Detailwiedergabe. Dies ist technischen Limits geschuldet. Für eine maximal bestmögliche Video(detail)qualität, ist der Einsatz von zwei sehr guten separaten Einzel-Dashcams empfehlenswert.

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    Sämtliche Einstellungen (u.a. Auflösung) werden bei der DR650S über WiFi mit der BlackVue-Smartphone-App vorgenommen. Die genaue Vorgehensweise wird in der deutschen Anleitung gut erklärt. Einstellmöglichkeiten an der Dashcam selbst gibt es nicht.

    Die Standard-Auflösung ist bei der DR650S für die Front-Kamera 1920x1080 Pixel bereits im Auslieferungszustand. Wenn keine Änderung vorgenommen wurde, ist die höchste Auflösung bereits aktiv.

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