Parkplatzüberwachung für Autokratzer

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    Parkplatzüberwachung für Autokratzer

    Hallo Forumgemeinde,

    da mir in letzter Zeit das Auto öfter zerkratzt wurde möchte ich mir eine Parkplatzüberwachung via Dashcam im Auto installieren. Dazu habe ich auch schon einige Beiträge in diesem Forum durchgelesen.
    Mir geht es hierbei wirklich tatsächlich nur um eine Überwachung beim Parken (also während meiner Abwesenheit). Hierfür sollte Die Kamera möglichst bei einer Bewegung um das Auto herum anfangen aufzunehmen und nach einem gewissen Zeitintervall dies wieder beenden. Als besonders wichtig erachte ich dabei eine Nachtsichtfunktion. Da ich möglicht kein Kabel zum Zigarettenanzünder haben möchte käme nur ein Direktanschluss zur Batterie in Frage (oder komplett Kabellos - was ich bisher noch nicht gesehen habe und daher davon ausgehe das es sowas nicht gibt).

    Wäre eine DC-1195 (iTracker) für diese Aufgabe geeignet? die Bildqualität bei Nacht soll ziemlich gut sein. Lässt sich die Aufnahme während der Fahrt deaktivieren und nur für Parküberwachung nutzen? Und macht die Batterie das auf Dauer mit? Ich stelle mir das unproblematisch vor das die Kamera ja nicht dauerhaft aufnehmen würde, sondern nur wenn es eine Bewegung um das Auto herum geben würde. Kann mich hier aber auch täuschen.

    Ich würde mir gerne 2 Kameras installieren. Eine vorne und eine hinten.Hinten habe ich allerdings getönte Scheiben. Wäre dies arg problematisch?
    Generell wäre ich auch für Alternativvorschläge offen, falls jemand einen Vorschlag hat welche Kamera für mein Anliegen geeigneter wäre.

    MfG
    K. Swoboda
    Hallo @SwobodaK,

    Herzlich Willkommen hier im Dashcamforum :thumbsup:

    Prinzipiell handelt es sich bei der iTracker DC-A119S um eine sehr gute Dashcam, welche auch zur Parküberwachung bei Nacht geeignet ist.
    Es müssen für Dein Vorhaben der Parkraumüberwachung jedoch einige Punkte beachtet werden, welche nicht nur für die DC-A119S gelten:

    Videoqualität bei Tag/Nacht

    Im Preisbereich ab 130/150 Euro sind viele Dashcams mit aktuellen Videosensoren und höherwertiger Optik bei der Videoqualität bei Tageslicht recht ähnlich. Es gibt natürlich auch ab diesem Preisbereich schlechtere und bessere Autokameras. Die DC-A119S gehört definitiv zu den Dashcams mit recht hoher Videoqualität bei Tageslicht. Am Ende dieses Beitrag befindet sich ein Video, welches sehr gut die Videoqualität bei Tageslicht zeigt.
    Größere Unterschiede zwischen den Dashcams gibt es bei der Qualität der Videoaufnahmen bei Nacht. Obwohl alle Hersteller mit Superlativen bei der Nachtsichtqualität werben, zeigt die Praxis oft riesige Unterschiede. Auch hier gehört die DC-A119S von iTracker zu den besten derzeit erhältlichen Autokameras.

    Bewegungserkennung

    Nahezu jede Dashcam wird mit einer Funktion wie "Bewegungserkennung", "Parkraumüberwachung" oder ähnlichen Bezeichnungen von diversen Herstellern und Händlern beworben. In allen Fällen wird diese Erkennung der Bewegung durch Analyse der Bewegungsvektoren oder einfach nur Differenzanalyse der Pixel im Videobild erzeugt. Dies setzt voraus, dass die Kamera mit Strom versorgt und eingeschaltet ist.
    bei guten Lichtverhältnissen funktioniert diese optische Bewegungserkennung relativ zuverlässig, fängt jedoch nicht immer wirklich Szenen ein, die den Nutzer auch interessieren. Dazu gehören u.a. einfach nur über die Straße laufende Katzen oder Bewegung der Blätter und Äste in Bäumen und Sträuchern. Eine Dashcam unterscheidet nicht, ob die Bewegung von einem Menschen oder anderen Objekten in der Umgebung erzeugt wird. Es ist nicht selten, dass bei Tageslicht, die Dashcam permanent irgendwelche "Bewegung" aufzeichnet. Bei manchen Dashcams lässt sich die Sensitivität bzw. Schwellwert einstellen. Bei Tageslicht ist häufig ein geringerer Schwellwert vorteilhafter, sodass nicht jede noch so kleine unbedeutende Bewegung (z.B. Blätter im Wind) aufgezeichnet wird.

    Bei Nacht hingegen funktioniert eine optische Bewegungserkennung nur recht unzuverlässig. Eine dunkel gekleidete Person, welche vor einem einem dunklen Hintergrund am Fahrzeug vorbei geht, wird nicht immer als "Bewegung" erkannt. Wo das menschliche Auge noch Unterschiede zwischen Vorder- und Hintergrund erkennt, ist für das Kameraauge kein relevantes Objekt vorhanden. Hier könnte zwar die Sensitivität erhöht werden, jedoch widerspricht das dann der bei Tageslicht geringer eingestellten Sensitivität. Wird die Empfindlichkeit der Bewegungserkennung zu hoch eingestellt, so wird das Pixelrauschen der Kamera als Bewegung erkannt und die Kamera zeichnet auf, obwohl sich im Sichtfeld kein bewegendes Objekt befindet.

    Hinzu kommt die Verzögerung zwischen registrierter Bewegung und Aktivierung der Aufnahme. Eine Person, welche sich von hinten dem Fahrzeug nähert und seitlich einen Kratzer der Beifahrertür zufügt, würde möglicherweise eine Aktivierung der Kameraaufnahme beim vorbeigehen erzeugen, wenn sie den Bereich des Fahrzeug nach vorne im Sichtfeld der Kamera verlässt. Jedoch würde die Aufnahme zu spät gestartet, da das Geräusch des zerkratzens der Tür nicht mit aufgenommen und der Person nicht zugeordnet werden kann.

    Da sich die Lichtbedingungen je nach Ort und Uhrzeit des Parkvorgangs massiv ändern, ist eine universelle Einstellung, die alle Eventualitäten berücksichtigt nicht möglich. Daher bewerben wir bei Autokamera24 auch bei keiner Dashcam eine Parkfunktion oder Bewegungserkennung. Es ist einfach technisch (noch) nicht möglich, dass diese auch wirklich "zuverlässig" funktioniert.

    Bei einer Parkraumüberwachung kann es daher zumindest bei Nacht sinnvoll sein, dass die Dashcam permanent ohne Bewegungserkennung aufzeichnet, da dann im Falle des oben genannten Beispiels mit dem Tür zerkratzenden Vandalen, der Tatvorgang komplett aufgezeichnet wird. Bei 30fps und FullHD Auflösung kann die iTracker DC-A119S (Standard-Version) mit einer 64GB Speicherkarte ca. 10 Stunden Video aufzeichnen, bevor die älteste Aufnahme überschrieben wird. Das ist in der Regel ausreichend. Wird eine längere Aufzeichnungsdauer gewünscht, können auch Speicherkarten mit 128GByte eingesteckt werden.

    Empfehlenswerte Speicherkarten sind u.a. "Samsung EVO Plus"
    >> Samsung EVO Plus - Speicherkarten

    Stromversorgung

    Die Umsetzung der Stromversorgung entscheidet, wie die Kamera genutzt werden kann.

    Wenn der Zigarettenanzünder mit Start der Zündung die Stromversorgung aufnimmt, so ist eine Parkraumüberwachung ohne aktive Zündung nicht möglich. Das umstellen des Zigarettenanzündern von Zündungsplus auf Dauerplus kostet in einer Werkstatt nur wenige Euro.

    Es kann auch sinnvoll sein, dass eine zweiter versteckte Zigarettenanzünderbuchse z.B. im Handschubfach installiert wird, welche mit einem Schalter ein und ausgeschaltet wird. So kann der Fahrer entscheiden, ob die Dashcam aufzeichnet oder nicht. So kann die Dashcam während der Fahrt deaktiviert sein, und speziell nur für das Parken aktiviert werden.
    Das ganze kann mit einem speziellen Bordnetzteil mit Batteriewächter und Timerfunktion ergänzt werden. Zum Beispiel das "BlackVue Power Magic Plus"
    >> BlackVue Power Magic Plus - Bordnetzteil

    Wenn zwei der DC-A119S an der gleichen Zig.Anz.Buchse angeschlossen werden sollen, so ist dies ebenfalls möglich. Das originale Netzteil hat zwei Buchsen für den Anschluss von zwei DC-A119S.

    Die Leistungsaufnahme einer DC-A119S liegt bei Aufzeichnung in FullHD mit 30fps bei ca. 1.8 Watt. Die aktive Dashcam ohne aktive Aufzeichnung benötigt nur unwesentlich weniger Leistung.

    Betriebstemperatur


    Wichtig bei einer Inbetriebnahme einer Dashcam für die Parküberwachung ist die Einhaltung der Betriebstemperatur. Bei Dashcams mit Akku beträgt diese in der Regel 0°C bis +50°C.

    Die iTracker DC-A119S setzt anstelle eines Akkus auf Hochkapazitätskondensatoren, welche den Bereich der Betriebstemperatur auf -10°C bis +65°C erweitern. Hier ist mehr Spielraum, als bei vielen anderen Dashcams vorhanden.

    Dennoch sollte jeder Nutzer beachten, dass in einem Fahrzeug, welches an einem warmen Sommertag in der prallen Sonne steht, eine Umgebungstemperatur von über 90°C herrschen kann. Das ist für jede uns bekannte Dashcam zu viel. Wird das Fahrzeug also in der prallen Sonne abgestellt, so sollte eine Dashcam wie jedes andere elektronische Gerät (z.B. Smartphone) behandelt werden - abnehmen und im Handschubfach verstauen.

    Im Winter ist das Einhalten der Betriebstemperatur zumindest bei der DC-A119S nicht so kritisch, da sie selbst bei leicht unter 0°C noch einwandfrei funktioniert.

    Wichtig ist nicht nur die Betriebstemperatur der Dashcam, sondern auch die der Speicherkarte. Diese beträgt bei der oben genannten "Samsung EVO Plus" z.B. -25°C bis +85°C. Dennoch kann es trotzdem zu Ausfallerscheinungen kommen, da im obersten und untersten Temperaturbereich die Speicherkarten nicht mehr mit der maximalen Leitung arbeiten. Speichervorgänge bzw. Schreibzugriffe können regelmäßig unterbrochen werden, was die Dashcamaufnahme unterbricht oder die Dashcam zum Absturz bringen kann.

    Fazit:

    Die DC-A119S von iTracker ist eine sehr empfehlenswerte Dashcam. Sie kann bei Beachtung der genannten Faktoren sehr gut als Dashcam auch für die Überwachung des Fahrzeug eingesetzt werden. Die Zuverlässigkeit der Überwachung ist von der Umsetzung der Installation, Konfiguration und Inbetriebnahme abhängig.

    Anbei noch das oben genannte Video, welche die Videoqualität der DC-A119S bei Tageslicht bzw. Dämmerung am Abend sehr gut zeigt.


    Beste Grüße & Gute Fahrt
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    • Auch kostenfreie Leistungen & Services, wie u.a. Firmware-Update-Service oder kostenfreie Prüfung und optimale Vorkonfiguration der Dashcam vor dem Versand, wären aufgrund der pro Verkauf anfallenden Amazon-Gebühren nicht machbar

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Autokamera-24 (Technik)“ ()

    Hallo,

    ich würde dieses Thema gerne noch einmal aufgreifen. Bei mir geht es konkret um einen Außenparkplatz, welcher nachts beleuchtet ist. Auf diesem Parkplatz kommt es immer wieder zu Vandalismus, weshalb ich mich jetzt konkret für eine Dashcam interessiere. Mein Auto steht rückwärts in der Parklücke, mögliche Täter können nur von vorne an das Auto herantreten.

    Eine mögliche Dashcam sollte daher einen Bewegungsmeldermodus haben. Dies sollte, da der Parkplatz recht wenig befahren und begangen wird, von der Empfindlichkeit her eigentlich kein Problem darstellen. Es wäre super, wenn die Dashcam nach Abstellen das Parken erkennen und automatisch in den Parkmodus umschalten würde.

    Jetzt aber der entscheidende Punkt:

    Es ist bei mir oft so, dass ich das Fahrzeug am Sonntag abstelle und erst Freitag wieder losfahre. Das heißt, es steht dann 5 Tage ohne die Möglichkeit einer Fremdladung. Diese Zeitspanne müsste überbrückt werden können, ohne, dass der Spannungswächter die Dashcam abschaltet.

    Ich würde die Dashcam natürlich auch bei der Fahrt nutzen wollen, das wäre dann ein schöner Nebeneffekt.

    Gibt es eine Dashcam, welche in dieses Schema reinpasst?

    Vielen Dank und viele Grüße
    Rennbrandt
    Um es kurz und knapp zu sagen.
    Nein, es wird wohl keine Daschcam derzeit geben, die dieses kann.

    In meinem Kopf schwirrt da zwar eine Idee, wie man dieses vielleicht realisieren könnte, aber hat auch einige Nachteile. Wie z.B. die längerfistige Stromversorgung.
    Expertenrat gesucht

    Desweiteren ist auch bei einer Dauer von 5 Tagen, die Gefahr besteht, das eine entscheidende Szene überschrieben wird.
    Aber vielleicht kann die Dashcam auch schon als Abschreckung dienen? Sofern sie sichtbar ist.
    Hallo Batimus,
    danke für deine Antwort. Das Thema Überschreiben ist insofern nicht entscheidend, als dass ich jeden Tag auf den Parkplatz schaue, ob etwas beschädigt wurde, und dann gegebenenfalls sofort reagieren könnte.

    Wichtiger wäre also die längerfristige Stromversorgung. Dazu ist vielleicht noch zu sagen, dass ich das Auto meist nach einer längeren Strecke von 120 km auf dem Parkplatz abstelle, daher müsste der Autoakkumulator dann auch fast voll geladen sein.

    Abschreckung würde ich nicht sagen. Es wird auch nicht vor Scheiben einschlagen Halt gemacht, da könnte dann auch die Kamera dran glauben müssen.
    Daher möchte ich das eher unauffällig machen.

    Viele Grüße
    Der recht informative Beitrag zum Thema der Bewegungserkennung sei ergänzend zu den hier bereits geschriebenen Information genannt. @Batimus wies bereits darauf hin. Es wurden einige Beispiele genannt, unter denen eine Bewegungserkennung meist nicht die Erwartungshaltung von Nutzern erfüllt.

    >> Expertenrat gesucht

    Demnach könnte möglicherweise bei einem gut beleuchteten Parkplatz, bei dem ein Vandale sich nur von der Front nähern kann, eine Bewegungserkennung funktionieren. Aber auch hier bleibt ein Restrisiko, dass die Aktion eines Vandalen nicht aufgezeichnet wird.

    Wenn es um die Sorge geht, ob die eigene Autobatterie eine Dashcam 5 Tage betreiben kann, so sei diese Webseite mit umfassenden Erklärungen und Rechenbeispielen empfohlen:

    >> ladegeraet-vergleich.de/kapazi…eriekapazitaet-berechnen/

    Ob bei Deinem Fahrzeug ein dauerhafter Betrieb einer Dashcam über 5-6 Tage möglich ist, kann Dir nur Deine Werkstatt genau erklären. Dies ist von der Kapazität und Alter Deiner Batterie und der sonstigen beim Parken aktiven Verbraucher (z.B. Marderschutz) abhängig.

    Ich persönlich nutze für die Front eine optimierte GS6000-A7 und für das Heck eine optimierte DC-A119S. Eine Parküberwachung über 3-4 Tage ist bei Bedarf überhaupt kein Problem. Allerdings lasse ich die Dashcams dann z.B. beim parken in der Tiefgarage durchgehend laufen. Die Bewegungserkennung nutze ich aufgrund der bereits genannten Gründe nicht. Zwar hatte ich einige Tests mit der Bewegungserkennung mit positiven Ergebnis bei einem gut beleuchteten Parkplatz gemacht, jedoch verzichte ich aufgrund eines trotzdem vorhandene Unsicherheitsfaktors auf diese Funktion.

    Beste Grüße
    Steve
    Dashcam-Wiki.de *rock*
    Aktuelle Dashcam-Wiki Autoren hier im Dashcamforum: Steve, Mani, Torsten

    Urheberhinweis: Dritten ist eine Übernahme oder Veröffentlichung der in Beiträgen platzierten Fotos nur mit entsprechender Nutzungslizenz gestattet. Die Berechnung der Lizenzgebühren erfolgt nach MFM.
    Das ist richtig @hoko. Bei einer Tiefgarage oder im Parkhaus ergibt sich jedoch relativ selten das Problem von zu hohen oder zu niedrigen Betriebstemperaturen.

    Beste Grüße
    Steve
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    @Rennbrandt
    für dein problem gibt es doch 2 einfache lösungen.
    1. nicht denken = automatisch umschalten = kosten ca. 20€ im eigenbau ( relais, stromdieb, kabel , adapter 12v auf usb 5v 2 amp, isolierband, schrumpfschlauch und steckschuhe.) das ist aber 24/365
    2. denken = 2 wegeschalter = kosten ca. 10€ im eigenbau ( stromdieb, 2 wegeschalter,kabel, isolierband, schrumpfschlauch und steckschuhe.) und jedesmal nach zündungsaus auf batt = gleich dauerplus umschalten.
    oder aber wie schon gesagt immer auf dauerplus angeschaltet lassen.
    bei ca 5 A pro tag kannst du dir ja selber die zeit ausrechnen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „hoko“ () aus folgendem Grund: Name verlinkt

    Hallo Leute,

    vielen Dank für eure Antworten. Ich werde das denke ich so machen mit der Dauerstromversorgung mit zwischengeschaltetem Batteriewächter. Wie lange das funktioniert, werde ich dann austesten - man kann es ja dann anhand der letzten gespeicherten Aufnahme erkennen.

    Viele Grüße
    Was haltet ihr eigentlich von dieser Lösung, wenn man die DashCam nicht ans Bordnetz anschliessen will und dennoch eine Parküberwachung haben möchte?
    Einfach so eine Powerbank, mit 10000 bis 26800mAh zwischen Netzteil Zigarettenanzünder und Ladekabel DashCam anschliessen:
    https://www.amazon.de/Anker-PowerCore-Powerbank-Tragbares-Technologie/dp/B019GJLER8/ref=sr_1_7?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1515232924&sr=1-7&keywords=powerbank%2Banker&th=1

    Dürfte doch zumindest für die meisten Parksituationen (Einkauf, Arzt, usw.) ausreichen. Und während der Fahrt müsste doch eigentlich die Powerbank wieder aufladen, weil sie an die DashCam weniger abgibt, als sie über das Netzteil Zigarettenanzünder wieder aufnimmt!?
    Macht es vielleicht schon jemand so, oder habe ich da irgendwo einen Denkfehler und es kann so nicht funktionieren?

    Viele Grüße
    Dusty
    Eine sehr gute und einfach zu handhabende Lösung ist diese Powerbank hier:

    >> Anypower T-Power Plus Alpha

    Es ist die einzige von mir bisher genutzte Powerbank, welches wirklich für den Einsatz einer Dashcam geeignet ist. Denn es erlaubt die Stromversorgung über das originale Netzteil der Dashcam und kann unkompliziert in den Stromkreis des Fahrzeugs über Zigarettenanzünderbuchse integriert werden.

    Eine andere zuverlässige Powerbank für Dashcams ist mir nicht bekannt.

    Problem 1: Gleichzeitiges Aufladen und Versorgung von Verbrauchern

    Bei vielen Powerbanks ist ein gleichzeitigen Laden und Entladen nicht möglich. Es wird daher in vielen Fällen nicht möglich sein, die Powerbank automatisch am Zigarettenanzünder aufzuladen, während die Dashcam weiterhin an der Powerbank mit Strom versorgt wird. Natürlich gibt es auch Powerbanks die das können. Hier sollte sich der Nutzer vor dem Kauf jedoch detailliert informieren.

    Problem 2: Stabilität der Spannung

    Das Problem ist, dass die Powerbank "stabile" 5V bei 1Ampere liefern muss, also 5 Watt. Einige Powerbanks liefern je nach Ladezustand, Betriebstemperatur und/oder Verschleißzustand jedoch häufig eine deutlich höhere oder niedrigere Spannung. Dies ist aber für viele Dashcams zu viel oder zu wenig. Die Folge sind eine unzuverlässige Funktion, Abstürze oder Defekte bei der Elektronik der Dashcam.

    Hersteller und Händler werben gern mit einer bestimmten Laufzeit einer beworbenen Powerbank. Manch billige Powerbanks liefert z.B. 4,5 Volt und liefert damit länger Strom, als ein Konkurrenzprodukt mit einem Spannungsausgang von vielleicht 4,8 Volt. Der Hersteller darf trotzdem mit USB Kompatibilität (4,4 bis 5,5 Volt) werben.
    >> de.wikipedia.org/wiki/Universa…l_Bus#Spannungsversorgung

    Manche Dashcam sind etwas pingeliger als andere bei der Eingangsspannung. Besonders bei den sehr kompakten Dashcams ist einfach kein Platz im Gehäuse für umfangreiche Spannungswandler-Schaltungen, um auch größere Toleranzen bei der Eingangsspannung kompensieren zu können. Es ist auch eine Frage der Effektivität: Denn jede Spannungswandlung erzeugt einen höheren Verbrauch und auch Wärme, die auch vom Gehäuse wieder abtransportiert werden muss. Eine falsche Spannung kann daher zu früheren Fehlfunktionen oder Defekten bei höheren Umgebungstemperaturen führen. Die maximale Betriebstemperatur der Dashcam wird deutlich schneller erreicht.

    Die an der Dashcam anliegende Spannung kann mit einem sogenannten USB-Voltmeter gemessen werden. Ein solches USB-Voltmeter wurde u.a. in diesem Artikel genutzt:
    >> de.dashcam-wiki.info/mini0806-stromverbrauch/

    Ein empfehlenswerter und preisgüsntiger USB-Voltmeter ist das Drok USB-Multimeter
    >> Drok USB-Multimeter

    Problem 3: Betriebstemperatur

    Die meisten Angaben der Hersteller zu technischen Eigenschaften, wie Kapazität, Spannung, Leistung etc gelten für Raumtemperaturen von ca. 20-25°C, also stark abweichend von einem Nutzungsszenario einer Dashcam beim Parken im Winter oder Sommer.

    Die tatsächlichen Leistungsdaten können daher bei einem typischen Szenario eines Dashcameinsatzes erheblich abweichen. Dies betrifft Kapazität & Laufzeit, Ausgangsspannung und Verschleiß.

    Problem 4: Kapazität und Verschleiß

    Eine Dashcam mit ca. 2 Watt Leistungsaufnahme könnte "theoretisch" durchaus einige Stunden (bis zu 18h) mit einer 10Wh Powerbank mit Strom versorgt werden. In der Praxis kommt es aus den oben genannten Gründen immer wieder zu Fehlern. Hinzu kommt, dass bei täglicher Nutzung die Powerbank nach nicht einmal einem Jahr erheblich Kapazität verlieren wird, wenn nur Akkuzellen mit 500x Ladungszyklen verbaut wurden. Eine Autobatterie ist hier deutlich langlebiger.

    Altert der Akku wird häufig auch nicht mehr die benötigte Stromstärke von 1A erreicht, sodass die abgegebene Spannung zusammenbricht. Mit zunehmenden Verschleiß sinkt besonders bei den billigen Powerbanks die abgegebene Spannung, wenn keine Korrekturschaltung integriert ist.

    Auf der nachfolgenden Webseite befindet sich ein Online-Rechner für die berechnen einer theoretischen Akkulaufzeit bei einem bestimmten Verbrauch.
    >> akkuline.de/Rechner/akku-betriebsdauer-berechnen.aspx

    Fazit: keine Empfehlung für Powerbank

    Der Betrieb einer Dashcam an einer Powerbank sollte nur dann erfolgen, wenn die Powerbank durchgängig stabile 5.0 Volt bei für Dashcameinsätze typische Umgebungsbedingungen liefert. Derartige Produkte sind jedoch extrem teuer und nach meinem Kenntnisstand nicht im Preisbereich unter 100 Euro erhältlich.

    Defekte, welche durch eine Überspannung oder Unterspannung hervorgerufen werden, unterliegen keiner Garantie oder Gewährleistung. Der Hersteller kann häufig eindeutig feststellen, ob die reklamierte Dashcam mit dem originalen Netzteil oder einer Powerbank betrieben wurde.

    Beste Grüße
    Torsten
    Dashcam-Wiki.de *rock*
    Aktuelle Dashcam-Wiki Autoren hier im Dashcamforum: Steve, Mani, Torsten

    Urheberhinweis: Dritten ist eine Übernahme oder Veröffentlichung der in Beiträgen platzierten Fotos nur mit entsprechender Nutzungslizenz gestattet. Die Berechnung der Lizenzgebühren erfolgt nach MFM.

    Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Dashcam Wiki“ ()

    @Dashcam Wiki

    Vielen Dank Torsten für die ausführliche Antwort :thumbup:
    Wenn ich das alles richtig verstehe, dann sollte man auch, ableitend aus dem Inhalt deiner Antwort, bei der Auswahl eines längeren Ladekabel genauer hinschauen und nicht jedes x-beliebige nehmen?
    In vielen Fällen wird das USB-Orginalkabel sicher nicht reichen, um eine gute und unsichtbare Installation erreichen zu können. Zwischen 3-4m erscheint mir zu knapp bemessen und sollten schon mindestens 5m sein.
    Könntest du aus deiner Erfahrung ein bestimmtes USB-Ladekabel in der Länge empfehlen?
    Vielen Dank im voraus

    Viele Grüße
    Dusty