F1.6, F2.0, F2.2 usw.

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    Wie erkläre ich das nun möglichst einfach
    Die Zahl ist die Öffnung der Blende bei einem Objektiv. Ich darf regelmäßig damit rumspielen, wenn ich meine DSLR nutze.
    Grob kann man sagen, je größer die Zahl ist um so weniger Licht kann auf den Sensor fallen. Da das wenige Licht aber fokussierter auftrifft sind die Bilder scharf und zwar in allen Ebenen. Also Vordergrund, Motiv, Hintergrund. Allerdings braucht man eine längere Belichtungsdauer, damit es nicht zu dunkel wird.
    Je kleiner die Zahl um so weiter ist die Blende offen. Da mehr Licht einfällt kann man in wesentlich kürzerer Zeit belichten und das Bild ist hell. Durch die weiter geöffnete Blende kommt aber auch "Streulicht" rein. Der Effekt ist, dass nur noch das Motiv scharf ist, Vorder- und Hintergrund aber verschwommen werden. In der Fotografie ist dies ein gerne genutzter Effekt.
    Je kleiner die Zahl, desto Lichtempfindlicher ist die Kamera. Grundsätzlich ist eine höhere Lichtstärke (also kleinere Blendenzahl) immer von Vorteil. Nachteil ist ggf nur die geringere Schärfentiefe, was aber bei den winzigen Sensoren der Dashcams keinen wirklichen Nachteil darstellt.
    Besten Gruß aus dem Sauerland
    Flause
    Ich habe einfach mal ein paar Bilder gemacht um die Auswirkung der Blende zu verdeutlichen.
    Mit Unterschied der Blende, alle Einstellungen und der Abstand identisch.
    Die einzelnen Bilder sind Blendenöffnung
    1.4, 2.5, 4, 8 und 16
    Vor allem, auf den Hintergrund achten. ;)
    Dateien
    • 1.4.jpg

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    • 2.5.jpg

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    • 4.jpg

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    • 8.jpg

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    • 16.jpg

      (912,28 kB, 33 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    Ich glaube das driftet ein wenig ab. Grundsätzlich hat Trymon mit allem Recht. Aber bei Dashcams hat das so gut wie nichts mit Spiegelrefelxkameras zu tun. Letzendlich verändert sich der Fokus ja nicht. Es wird auch nichts schärfer oder unschärfer. Nur die Helligkeit des Bildes wird sich verändern. Der kleine Exkurs war zwar nett und wirklich gut beschrieben aber das verunsichert ja die Dashcamanwender nur. Die Dashcamhersteller nehmen diesen EV-Wert einfach nur als Richtwert (EV= Exposure Value = Belichtung). Meist von -2 bis 2.
    Ja und nein.
    Leider kommt bei den Beispielen nicht wirklich rüber, dass das Bild mit zunehmender Blende dunkler wird. Man kann es aber dennoch sehen.
    Die Unschärfe gibt es auch, aber durch den kleinen Sensor wirkt sich diese nicht so extrem aus auf der Cam.
    Letztlich bleibt für die Dashcam. Je kleiner der Wert um so heller wird das Bild.
    Der Fokus wurde ja auch bei mir nicht verändert und war immer auf der selben Stelle.

    Almera schrieb:

    Hmm,
    ist das bei meiner DOD LS430W nun gut oder schlecht?

    F1.6 Big Aperture - Super Low Light Performance

    Aus meiner Sicht produziert die Cam gute Aufnahmen.

    Davon bin ich überzeugt und kannst froh darüber sein. Und wenn Du schon selber sagst, dass Du zufrieden bist, dann ist es doch egal, oder nicht?
    Jeder muss oder sollte mit seine Cam einfach nur zufrieden, oder wenn möglich sogar glücklich sein, so wie ich :D , der Rest ist doch dann völlig nebensächlich.
    Mir könnte man jetzt noch so viele Dinge, über meine Cam sagen, die vielleicht nicht optimal wären und es wäre mir völlig gleich, da ich selber ja zufreiden sein muss und niemand anderes.
    Also entspann Dich und geniesse Deine Cam auch weiterhin, ok?? :thumbsup:

    Verwechslungsgefahr: Blende und "echte" Lichtstärke eines Objektivs

    Vielen Dank an Trymon für seine sehr ansprechende und auch für Laien verständliche Erklärung des Sachverhalts.

    Viele Hersteller werben mit den "F" Werten, also dem Verhältnis aus Brennweite und Blende eines Objektivs. Der Einfachheit halber kann man für den normalen Anwender so stehen lassen, dass der "F" Wert die Blende angibt. Die exakte Erklärung, was hinter z.B. F1.8 steckt ist etwas komplizierter, ändert aber an den für den Endverbraucher relevanten Ergebnissen nichts.

    Nun wird häufig suggeriert, dass ein geringer F-Wert eine größere Lichtdurchlässigkeit des Objektivs verursacht.

    Dies ist jedoch nur die halbe Wahrheit:

    :rolleyes: Es ist richtig, dass der F-Wert die Blendenöffnung eines Objektivs beschreibt. Je kleiner der F-Wert, desto größer ist die Öffnung der Blende.

    :huh: Es ist falsch, dass ein Objektiv mit kleinem F-Wert (bzw. großer Öffnung der Blende) auch generell lichtdurchlässiger ist.

    Hintergrund:

    1. Die Blende gibt nur das Verhältniss aus (Objektiv-)Brennweite und Blendenöffnung an. Die Brennweite eines Objektivs ist im hohen Maße ebenfalls für die Lichtdurchlässigkeit verantwortlich.
      Ein kleines Beispiel: ein 50mm Objektiv mit Blende 2.8 lässt wesentlich mehr Licht passieren als ein 5mm Objektiv mit Blende F1.6. Denn während die Blendenöffnung bei dem 5mm Objektiv (z.B. bei einigen Dashcams, Smartphones) mit F1.6 nur 3,125mm im Durchmesser beträgt, ist die Öffnung beim 50mm Objektiv mit F2.8 rund 17,85mm groß. Wo wird wohl mehr Licht hindurch gelangen?
    2. Die "echte" Lichtstärke (auch "Transmission" genannt) wird im Wesentlichen von der Anzahl und Güte der Linsenelemente beeinflusst. Billige Plastik-Linsen sind weniger lichtdurchlässig, als hochwertige optische Gläser. Je mehr Linsenelemente vorhanden sind, desto größer wird auch der Licht-"Widerstand". Allerdings ist ein Objektiv mit wenigen Linsenelementen nicht gleich besser, da jede Linse in einem Objektiv eine wichtige optische Funktion erfüllt.
      Natürlich kann die Lichtstärke des Objektivs durch Verringerung der Anzahl "schlechter" Linsen verbessert werden, jedoch wird der Nutzer eine größere Anzahl unschöner optischer Effekte (z.B. Verzeichnung, Vignettierung bzw. Randabschattungen, geometrische Ungenauigkeiten, chromatische Aberrationen bzw. Farbsäume, etc.) wahrnehmen.

    Fazit:

    Eine Dashcam mit einem Objektiv F1.6 ist nicht unbedingt besser, als eine Dashcam mit einem Objektiv F2.0 oder F2.2. - Dies sind nur Marketing-Werte.

    Entscheidend z.B. für eine gute Nachtsichtqualität** sind vor allem die Größe des Objektivs (Durchmesser) und das Material sowie Vergütung der enthaltenen Linsen. Eine große Blendenöffnung (kleiner F-Wert) ist natürlich - wie weiter oben beschrieben - auch hilfreich.

    :wacko: Dazu ist von den Marketingabteilungen allerdings wenig zu lesen oder zu hören, da für eine Erklärung dieser Qualitäten der Platz auf der Produktverpackung schlicht nicht ausreicht oder vielleicht auch den normalen Anwender beim Vergleich vieler Geräte überfordert.

    ** Andere Faktoren, wie Lichtempfindlikeit des Sensor's, Signalverarbeitung, Postprozessing und Kompression einmal außen vor gelassen.




    PS: einen Glückwunsch an Alle, die durchgehalten und diesen Bericht bis zum Ende gelesen haben :sleeping:
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