Also jetzt hast Du mich echt kurz irritiert. Schnell nochmal die USB-Belegung angeschaut:
[Blockierte Grafik: https://kompendium.infotip.de/files/wdb/GRAFIK/2400_SCHNITTSTELLEN/2460_USB/USB-1-2-3/TAB_2460_02_02_USB_2_mini.gif]
Da ist nur eine 5V-Leitung. Die anderen Pins sind Datenleitungen - da gibt es mechanisch gar keine Möglichkeit, für eine zweite 5V-Spannung. Die Kamera kann also nur zwei Zustände unterscheiden: Es liegt Spannung an, oder eben nicht. Es gibt keine Möglichkeit, zwischen Dauer- und Zündplus zu unterscheiden.
Die einzig theoretisch denkbare Möglichkeit wäre, dass der Festeinbau-Kit so "intelligent" ist, dass er Informationen über die Datenleitung an die Kamera sendet, und diese in der Lage ist, diese auszuwerten - halte ich allerdings für sehr unwahrscheinlich. Das ist ein einfacher Spannungswandler mit maximal noch einer Schaltung, die bei Unterspannung abschaltet. Mehr ist da nicht.
Wer sagt denn, dass die herstellereigenen Kabel dem Standard entsprechen? Ich hatte das auch mal angenommen und das Dashcamkabel hat mein Smartphone beschädigt.
Die Kamera erkennt zum Beispiel, ob sie an eine Spannungsquelle oder einen Rechner angeschlossen ist. Wenn bei dem USB-Anschluss des Rechners nur eine Spannung anliegt, wird der Rechner auch nur als Spannungsquelle erkannt.
Sieh Dir mal Pin 4 an. Da steht ID. Das könnte man auch für Zündung an/aus verwenden. Oder es wird direkt eine Datenleitung benutzt.
Ich habe mich bisher nicht weiter mit der Technik beschäftigt, aber es gibt zum Beispiel USB-Ladegeräte, welche sich mit dem Smartphone "unterhalten" und die Ladespannung zum schnelleren Laden auf bis zu 9 V erhöht und die Stromstärke in etwa konstant hält. Warum soll sich also so ein Kit nicht mit der Kamera "unterhalten" und mitteilen, welche Spannungsquelle anliegt?