DashCam-Video als Beweismittel...!

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    DashCam-Video als Beweismittel...!

    Moin erstmal...!

    Bei gegebenem Anlass, kann ein aussagekräftiges DashCam-Video vor Gericht durchaus als Beweismittel zugelassen werden.

    Edebeton schrieb:

    ...Gerichte nehmen grundsätzlich auf Antrag eine Zulassungsprüfung von Beweismitteln vor, wobei völlig frei eintschieden werden kann, welcher Art das entsprechende Beweismittel ist, z. Bsp. Ton-/ Bild-/ Videoaufzeichnung...!

    - Bei der Beweisaufnahme macht das Gericht eigene Wahrnehmungen von dem Beweismittel. Tätig ist das Gericht unter Einbeziehung der Beweismittel und der Parteien, die ein Fragerecht haben.

    - In der Beweiswürdigung verschafft sich das Gericht auf Grund des Ergebnisses der Beweisaufnahme eine Überzeugung von der Richtigkeit der Beweisbehauptung. Tätig ist das Gericht unter Ausschluss der Parteien. In der deutschen Rechtsprechung gilt die freie Beweiswürdigung.

    Ist das Gericht überzeugt, so ist der Beweis geführt und die behauptete Tatsache steht für den Prozess fest.


    Versicherungen werden sich da sicherlich weniger zimperlich zeigen, um eine Argumentationsgrundlage für die Abweisung einer Ersatzforderung zu haben.

    In diesem Sinne

    VG Ede
    Hier dazu ein Bericht aus dem ZDF




    Dazu möchte ich noch folgendes anmerken:
    "In der Zeitung gibt es manchmal (im Lokalteil) Bilder von Straftätern. Hier sind zwar andere rechtliche Voraussetzungen gegeben, aber diese Bilder stammen aus Überwachungsvideos / Überwachungscameras. Auch die Staatsanwaltschaft schaut sich haufenweise Videosequenzen an. Richter auch! Von daher wird es (meiner Meinung nach) eher unwahrscheinlich sein, dass dieses Beweismittel abgelehnt wird. Mir ist auch noch kein Fall aus der Presse dazu bekannt. Dann wäre ja auch noch zu überprüfen warum es abgelehnt wurde. Wenn nun mal nix zu erkennen ist, weil die Full HD Cam von ebay für 2,95 Euro dann doch nicht sooo tolle Videos machte...

    Fazit: Kann helfen, muss aber nicht, aber wahrscheinlich schon ;)

    Gruß Teckel

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Teckel“ ()

    Natürlich muss er es nicht... aber er wird es; und falls nicht bringt es der Anwalt - zur Not auch bei der nächst höheren Instanz.
    Teilweise reicht es auch wenn man der gegnerischen Versicherung eine SD schenkt... mit einer aussagekräftigen Sequenz.
    Grüße hoko
    Es ist fast wie im richtigen Leben... darum heißt das hier auch Erde und nicht Paradies!

    Ich hatte der ADAC Autoversicherung eine Email gschickt. Aber sie konnten die Datei angeblich nicht öffnen. War ein AVI welches von jedem Rechner abgespielt werden kann.

    Bei der Zulassung des Videos als Beweis kommt es auf die Argumentation an. Der Polizist meinte übrigens, wenn mein Unfallgegner die Vorfahrt beachtet hätte, wäre es nicht zum Unfall gekommen. Er wollte das Video nicht sehen.
    Gruß Frank
    So wie ich hier das lese, sind die 100€, welche so eine Dashcam kostet, gut investiert, wenn man tatsächlich unschuldig ist und das beweisen möchte. Selbst würden 80% der Video's sind zugelassen, könnten die restlichen 20 einen Haufen Geld sparen.
    Danke für die Beiträge.
    Bei der Frage "Datenschutz oder Unfallaufklärung" darf es nur eine Antwort geben - unabhängig davon, welche Daten überhaupt schutzwürdig sind. Kennzeichen ja offensichtlich nicht, Persönlichkeitsrechte eines Unfallverursachers? Das wäre Täter- vor Opferschutz.
    Gruß
    Jochen


    SUBARU Driver - Wo wir uns festfahren, kommt Dein SUV gar nicht erst hin :P
    SFD - Subaru Fans Deutschland auf FB



    † 11.03.14 - R.I.P. Reini †

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    Passender Thread-Name, daher wärme ich diesen mal kurz wieder auf.

    Im Frühjahr dieses Jahres war ich auf dem Weg zur städtischen Bibiothek, zusammen mit meiner dreijährigen Tochter. Sie liebt die Bücherei, besonders weil man dort mit vielen Spielsachen sich beschäftigen kann, aber auch, weil man dort Klavier spielen kann.

    Da ich immer grundsätzlich rückwärts in den Parklücken reinfahre, habe ich zufällig bemerkt, dass der hinter mir fahrende Toyota Yaris Verso in einen parkenden Peugeot 206 + fährt, diesen dabei hochhebt und in eine Mauer schiebt. Die Kamera hat alles aufgenommen. Danach setzt die Toyota-Fahrerin etwas zurück und fährt vom Parkplatz. Da das nicht das erste Mal ist, dass ich auf diesem Parkplatz Rempler und Unfallflucht live erlebt habe, wollte ich das nicht auf mich sitzen lassen. Also, wieder raus aus der Parklücke und hupend hinterher. Noch bei der Ausfahrt konnte ich sie anhalten. Die Dame, weit jenseits der 80 Jahre, war der Meinung, dass sie einen Kantstein berührt habe und nicht das Auto. Das konnte ich eindeutig widersprechen und habe gebeten, dass sie wenigstens ihre Adresse und Telefonnummer da lässt. Gemeinsam hinterließen wir einen Zettel am Scheibenwischer. Ihr Toyota war bereits so verschrammt und eingedellt, dass es sogar mir anfangs schwer fiel einen Schaden am Toyota auszumachen, aber ich wusste ja was ich sah.

    Danach gingen meine Tochter und ich in die Bibliothek und habe mal bei den Angestellten nachgefragt, sah ich doch den Peugeot immer dann wenn Personal im Hause war. Volltreffer, eine Angestellte fuhr diesen Peugeot. Sie hat sich bedankt.

    Ein paar Tage später rief die Versicherung von der Peugeot-Fahrerin an und ich schilderte den ganzen Vorfall. Ganz zum Schluß habe ich gefragt, ob denn eine Videoaufnahme nützlich sei. Regelrecht erleichtert und mit Freude wollten sie die Aufnahmen haben, denn die Unfallfahrerin bestand darauf, dass sie nicht in den Peugeot fuhr, sondern nur einen Kantstein genommen hat. Ich habe der Unfallfahrerin aber nie gesagt, dass ich den Unfall gefilmt habe. Sowas mache ich nicht, das soll die Sache der Versicherung sein. Ich muss das in solchen Dingen nicht groß herausschreien.

    Ein paar Wochen später traf ich die Büchereiangestellte wieder und wir kamen ins Gespräch, auch mit dem Unfall. Ihr Peugeot hatte einen wirtschaftlichen Totalschaden erlitten. Die Versicherung erzählte ihr, dass die Toyota-Fahrerin solange bei ihrer Behauptung blieb, bis sie selber das Video sah. Auch konnte ihr nahe gelegt werden bald den Führerschein abzugeben. Ende gut, alles gut. :)
    Naja, dieses Jahr hat noch weitere Geschichten parat.

    Es fing vor 4 Wochen an, als eine ältere Dame in unserem Mitsubishi fuhr. In einem mehrspurigen Kreisverkehr wechselte die Frau die Spur, obwohl ich genau neben ihr fuhr. 5000,-€ Schaden, der Mitsubishi war damit ein wirtschftlicher Totalschaden. Die Dashcam hat alles haargenau gefilmt und meine Versicherung bedankte sich für die Aufnahmen. Im Nachhinein war es aber fast nicht nötig, denn die Unfallfahrerin war sehr nett, hat ihren Fehler eingesehen und auch alles ihrer Versicherung gemeldet. Ironischerweise hatte ihr 1993er Opel Astra in Basisausstattung OHNE Radio augenscheinlich die gleichen Schäden wie der Mitsubishi, dennoch fiel der Fahrerin tatsächlich nicht besseres ein als zur nächsten TÜV-Stelle zu fahren und sich die neue Plakette geben zu lassen. Es wurde nur beanstandet, dass der linke Seitenblinker defekt sei (vom Unfall!).
    Im Sommer haben meine Frau und ich noch nach einem Ersatzwagen für den Mitsubishi geredet, weil das Getriebe und die Klimaanlage Ausfallerscheinungen zeigten. Ich fuhr aber Anfang Oktober nach Süddeutschland und war so begeistert vom Wagen, fuhr er doch von Frankfurt/Main nach Slangerup/DK ohne Tankstop! Über 900km!
    Naja, ein paar Tage nach diesem Unfall fuhr ich einen Hyundai Elantra zur Probe. An einer zweispurigen Linksabbiegerampel wartete ich mit gesetztem Blinker an der Ampel, als sich neben mir eine Autofahrerin mit einem Citroen C4 Picasso gesellte. Bei grüner Ampel fuhren wir so nach links, aber anstatt dass sie auf ihrer linken Spur bleibt zieht sie nach rechts. So schnell konnte ich gar nicht gucken und natürlich hat es wieder gekracht. Der Elantra hatte nur einen kleinen Kratzer am Stoßfänger, während ihr hinterer Stoßfänger vom Citroen abgerissen war und auf der Straße lag. Eine Dashcam hatte ich aber nicht für die Probefahrt mit, aber der Autofahrer direkt hinter mir war ein Mitarbeiter von dem Autohaus wo ich das Auto zur Probe bekam. Und auch hier war alles eindeutig, sie sah ihren Fehler ein und nach kurzen Datenaustausch konnten alle ihre Fahrt fortsetzen. Dieses Auto kaufte ich aber nicht.

    Wenige Tage später einen anderen Hyundai Elantra von 2004. Trotz der Laufleistung von 255.000km war der Wagen in einem Zustand, sowohl technisch und optisch, der einem gleicht der nur 75.000km runter hat.
    Warum ich das alles schreibe?

    Einfach um mal zu zeigen, dass man auch zu Seinen Fehlern stehen soll. Denn wir hatten den Hyundai nur zwei Wochen. Meine Frau übersah beim Linksabbiegen einen SUV mit Trailer und es krachte ordentlich. Und schon wieder Totalschaden. Glücklicherweise gab es nur Sachschaden. Meine Frau hat ihren Fehler auch gleich eingeräumt und hat auch gesagt, dass im Fall der Fälle eine Dashcam alles aufzeichnete. Das ist halt das Risiko mit einer Dashcam, dass man eventuell auch bei einem eigenen Fehler diesen beweisen kann. Und hier ist der Unfall so wie aus einem Lehrbuch und 100%ig eindeutig. Warum dann nicht gerade stehen bei einem Fehler?

    Bei Gelegenheit füge ich die Videos hier ein.

    GT-FK10 schrieb:

    Passender Thread-Name, daher wärme ich diesen mal kurz wieder auf.

    Im Frühjahr dieses Jahres war ich auf dem Weg zur städtischen Bibiothek, zusammen mit meiner dreijährigen Tochter. Sie liebt die Bücherei, besonders weil man dort mit vielen Spielsachen sich beschäftigen kann, aber auch, weil man dort Klavier spielen kann.

    Da ich immer grundsätzlich rückwärts in den Park.............)


    Klasse Geschichte.

    Und ich bin der Überzeugung, dass Dashcams eigentlich viel mehr helfen könnten, auch Straftaten usw. aufzuklären.

    Nehmen wir nur an, JEDES Auto hätte eine, die 24 Stunden aufnimmt (mit IR in der Nacht).
    Wir könnten so gut wie jedes Verbrechen verfolgen... Einbrüche in Wohnungen / Häuser: kein Problem, denn die Täter kommen über die Straße, und wohl meist mit Auto...

    Überfall auf Menschen: die Täter kommen und gehen über die Straße, Autos stehen so gut wie überall.

    Die Polizei ermittelt die Halter des Autos mit der Dashcam, die zu Tatzeit aufnahmen anfertigte, und fordert die Aufnahmen vom Halter einfach an.
    Die Aufnahmen werden ausgewertet, und der Täter / das Fluchtauto ist einfach zu ermitteln.

    Mir geht diese Datenschutz hier Datenschutz da so dermaßen auf den Keks.
    Fordern das nur welche, die selbst etwas zu verbergen haben? Oder haben die einfach noch selbst keinen Schaden gehabt?
    Oder sollen einfach nicht viele Straftaten / Delikte aufgedeckt werden, um die Justiz zu entlasten?

    Wenn auf einem Video nicht relevantes passiert, dann wird das Video doch einfach wieder gelöscht - wo wird da eine Persönlichkeitsrecht verletzt?
    Lieber habe ich ein Video von mir (in einem Auto auf der Cam ohne Internetzugang) als mich auf Video einer Bank zu finden, wo die Daten eventuell auf einem Server landen.

    Da jeder Nutzer = eine Dashcam ist ein Missbrauch doch auszuschließen.
    Würden alle Videos an einer Stelle zusammenlaufen, dann wäre auch ich besorgt.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Mr. Stanfert“ ()

    Eine totale Überwachung ist das ja nicht, die Videos schlummern ja in jedem Auto, unzugänglich für alle anderen, bis auf den Nutzer.
    Natürlich sollte kein Zwang dazu bestehen, die Videos der Polizei oder dem Richter auszuhändigen.

    Aber sollte ich mit meinen Videos eine Straftat aufzeichnen, bin ich gerne bereit, bei der Aufklärung zu helfen.

    Dass Smartphones ausgewertet werden, da bin ich eindeutig dafür.
    Wenn mal wieder Steinewerfer auf der Brücke unterwegs waren usw. ein super Mittel, die Täter zu finden.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „hoko“ () aus folgendem Grund: Bei einer direkten Antwort auf den Beitrag über Deinem bitte 'Antworten' drücken und NICHT zitieren. Danke.

    Wenn die Kamera eine Straftat aufnimmt und die Behörden bekommen Kenntnis davon dürfen sie die Kamera sicherstellen. Die Videos dürfen sie aber nur mit einer richterlichen Entscheidung ansehen.

    Wenn die Steinewerfer ein Mobiltelefon dabei haben, kann man sie darüber ermitteln. Ob es gemacht wird ist eine andere Sache.
    Gruß Frank