Dashcamvideo hilft bei Unfallklaerung

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    Dashcamvideo hilft bei Unfallklaerung

    Ein Video aus einer sogenannten Dashcam eines Lastwagenfahrers auf der B 29 hilft nun der Polizei, die Umstände des Horrorunfalls am Montagmorgen auf der „Remstalautobahn“ bei Lorch aufzuklären. Dies bestätigte gestern Bernhard Kohn, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Aalen.
    Bei einer Dashcam handelt es sich um eine in Fahrtrichtung eingestellte Kamera auf dem Armaturenbrett oder an der Frontscheibe eines Autos, die mehr und mehr in Mode kommt. Besonders Berufskraftfahrer nutzen die Videotechnik, um bei strittigen Fragen beispielsweise zu Unfällen oder Regelverstößen Beweismittel zu besitzen. Juristisch und datenschutzrechtlich sind Dashcams jedoch bislang noch sehr umstritten.
    Wie Polizei-​Pressesprecher Bernhard Kohn erklärt, seien auf den Aufnahmen mehrere Faktoren dokumentiert, die beim Unfallhergang eine verhängnisvolle Rolle gespielt haben könnten. So sei zu erkennen, dass das vom Lastzug gerammte Pannenfahrzeug nicht mittels eines Warndreiecks abgesichert gewesen sei. Zudem sei es nicht vollständig auf der 160 Zentimeter breiten Standspur abgestellt gewesen, sondern die linken Räder befanden sich sogar leicht auf der Fahrspur. Das Video gebe der Polizei auch Anlass für Ermittlungen dahingehend, dass der unfallbeteiligte Fahrer des Sattelschleppers viel zu dicht hinter einem weiteren Lkw hergefahren sei, was ihm die Sicht nach vorne eingeschränkt haben könnte.
    Mögliches Szenario also, auch angesichts des Schadensbildes an den Fahrzeugen: Der Lastzug-​Lenker hat das Pannenauto zu spät gesehen, mit der rechten Seite gerammt. Der Hyundai-​Van wurde hochgeschleudert und ist unglücklich auf dem Dach direkt vor der Sattelzugmaschine aufgekommen, so dass der Lastzug nicht mehr lenkbar war und mitsamt des Kleinbusses nach rechts die Böschung hinabstürzte. Laut Bernhard Kohn hat der Lkw-​Fahrer, der bereits am Montagnachmittag wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden sei, bislang Angaben zum Unfallhergang verweigert, um zuvor einen Rechtsanwalt zu Rate zu ziehen, was ja rechtens sei. Der von Feuerwehr und Rettungsdienst mit schwersten Verletzungen aus dem Wrack gerettete 29-​jährige Mitfahrer sei zwischenzeitlich ansprechbar.
    Quelle: remszeitung.de
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    Sehr schöner Bericht.
    Hiervon können wir mehr gebrauchen. Schön das mal drauf hingeweisen wird, das solch ein Gerät nicht zum ausspionieren fremder Leute gedacht ist, sondern das es im Zweifelsfall helfen soll/kann solche Dinge zu kären.