Erfahrungsbericht: OiTEZ Mobile-I HD 720p - Teil 1

  • Vorwort:


    Warum schreibe ich hier und jetzt einen Bericht über eine Kamera, die zwar noch beim Hersteller gelistet, im deutschen Handel aber fast nicht mehr erhältlich ist.
    Hinzu kommt, dass die Kamera, gemessen an moderneren Geräten nicht mehr ganz zeitgemäß ausgestattet und auch etwas hakelig bei den ersten Einstellungen ist.
    Unabhängig hiervon hat mir die Kamera aber in meinem letzten Urlaub zuverlässige Dienste erwiesen und allein dies reicht mir als Grund für diese Zeilen.
    Mehr hierzu im Schlusswort.



    Einleitung:


    Ich hatte, wie oben bereits angedeutet, in meinem letzten Sommerurlaub die Möglichkeit eine Dashcam - OiTEZ Mobile-I HD 720p - leihweise in mein Auto einbauen und nutzen zu können.
    Meine Absicht war zu dem damaligen Zeitpunkt nicht die Aufzeichnung des Verkehrsgeschehens zum Zwecke der Beweismittelsicherung. Mein Ziel war es lediglich, Etappen meiner Urlaubfahrten als Video festzuhalten. Dies sollte mit wenig Aufwand – automatische Start- und Stopfunktion der Kamera – erfolgen. Die Qualität der Videos stand bei mir an zweiter Stelle. Hierfür wird nach wie vor ein vollwertiger Camcorder benötigt, der wiederum komplizierter in der Handhabung ist. Daher war eine Dashcam die für mich optimale Wahl. Außerdem stand sie mir nun mal zur Verfügung. ^^



    Kamera:


    Die Kamera, ein unkompliziertes wenn auch recht einfach gehaltenes Gerät, hat über den gesamten Sommerurlaub und auch darüber hinaus, problemlos und einwandfrei ihren Dienst in meinem Wagen verrichtet.


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    Weder die Hitze im Mittelmeerraum noch der Dauerbetrieb über jeweils mehr als 16 Stunden (mit nur relativ kurzen Pausen) auf dem Hin- und Rückweg, konnten die Kamera beeindrucken. Auch der Saugnapf saß während der gesamten Fahrten tadellos und musste niemals nachbefestigt werden.



    Packungsinhalt:


    • Kamera
    • Saugnapf und fester Halter
    • Auto–Ladegerät
    • USB Kabel
    • AV Kabel
    • Beschreibung und Software


    Spezifikation:


    • Bildsensor: 1,0 Megapixel
    • Video-Auflösung: 1280x720
    • Wiederholfrequenz: 30FPS
    • Aufnahmewinkel: 80°
    • Spannungsversorgung: 12/24V auf 5V (LiIon Akku fest eingebaut)
    • Abmessungen: 105x60x26mm (ohne Halter)
    • Gewicht: 63g
    • Speicher: SD-Card 1GB – 32GB
    • Temperaturbereich: -10 bis +70°C


    Ausstattung:


    Die Kamera besitzt weder GPS-Empfänger noch G-Sensor. Die Daten werden daher nach einem Aufprall nicht automatisch gesichert.
    Zudem hat die Kamera kein Display. Ein Punkt, der besonders die erste Einstellung und die Justage im Auto erschwert. Danach stört dieser Aspekt nicht mehr unbedingt, da die Kamera ohne weiteres Zutun ihren Dienst problemlos und ohne Störungen verrichtet hat.
    Allerdings hat das fehlende Display den Nachteil, dass man eine Videosequenz, im Falle eines Falles, nicht direkt vor Ort vorführen kann. Hiermit steht diese Kamera aber auch nicht alleine am Markt.
    Der größere Nachteil dieser Lösung, liegt aber in der ersten Einstellung der Kamera. Um diese vernünftig durchführen zu können, muss sie, über ein mitgeliefertes AV-Kabel, an einen Bildschirm bzw. an ein Fernsehgerät angeschlossen werden. Hat man diese Hürde jedoch genommen, muss man im Normalfall nicht mehr in das Einstellungsmenü.
    Da die Kamera kaum Features bietet, besteht hier auch keine Notwendigkeit nachträglich weitere Einstellungen zu vorzunehmen.
    (In der Dokumentation wurde auch eine Einstellung über USB beschrieben, die bei mir aber nicht funktionierte. Daher gehe ich hier nicht weiter darauf ein.)



    Einstellungen & Grundfunktionen:


    Die Einstellmöglichkeiten der Kamera sind, wie bereits beschrieben, recht überschaubar.
    Natürlich kann die Zeit und das Datum eingestellt werden, da diese im aufgenommen Video eingeblendet werden.
    Weiterhin können automatische Abschaltung und Tastenton eingestellt werden.
    Hiermit sind die möglichen Einstellungen der Kamera aber auch bereits vollständig beschrieben.
    Weitere Optionen beziehen sich nur auf die Darstellung am TV-Gerät. Auf diese möchte ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen.


    Mit Start der Zündung nimmt die Kamera, nach 1-2 sec. Verzögerung auf.
    Nach dem Abstellen der Zündung läuft die Aufnahme noch weitere 10 sec. nach und schaltet sich danach automatisch mit der Kamera ab. Die Zeiten können nicht weiter eingestellt werden.


    3 LEDs zeigen den Zustand der Kamera an.

    • Blau: (blinkend) Akku ist schwach.
    • Grün: Kamera ist an die Spannung angeschlossen.
    • Rot: (blinkend) Kamera nimmt auf.


    Mit dem Aufnahme-Knopf kann man die Aufnahme auch manuell starten.


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    Montage & Justage:


    Die Montage selbst ist unproblematisch. Ein recht stabiler, einfach gehaltener Saugnapfhalter ist schnell an der Frontscheibe positioniert und wird per Hebel 'gespannt'. Die Kamera ist schwenkbar und über eine Rasterscheibe stufig in der Neigung verstellbar. Mit einer Rändelschraube (links) wird die Neigung fixiert.


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    Trotz der Länge der Kamera ist sie in modernen Fahrzeugen, in denen die Windschutzscheiben meist recht flach stehen, problemlos anzubringen.
    Aufgrund ihrer flachen Bauform verschwindet sie nahezu unsichtbar hinter dem Rückspiegel. Sollte die Windschutzscheibe erheblich steiler stehen, muss dies bei der Montage beachtet werden. Die Neigung der Kamera muss angepasst werden. Eine weitere Einstellung ist dann aber noch über die, auch in der Neigung verstellbare Linse problemlos möglich.


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    Die Linse ist in 4 Raststufen verstellbar. Leider haben diese Rastungen keinen sehr definierten Haltepunkt. Zwischen den Stufen lässt sich die Linse weiter bewegen. Liegt sie aber an einer dieser Stufen an, bewegt sich die Linse auch durch normale Erschütterungen während der Fahrt nicht mehr. In der gesamten Testphase war bei meinem Modell keine Nachjustierung notwendig. Wichtig ist lediglich, die Linse nicht undefiniert zwischen zwei Raststufen einzustellen.



    Details:
    Auf der linken Seite kann die SD-Card eingesteckt werden. Die Gummilippe, die den Schacht verschließt, ist unverlierbar angebracht. Auf dieser Seite kann zudem, über einen Schiebeschalter, das Mikrofon an- und abgeschaltet werden. Die Aufnahmequalität ist in Ordnung, wenn auch bei mir mit ein paar Störgeräuschen - hauptsächlich Knacksen - überlagert.


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    Nicht ganz so gut ist die Abdeckkappe rechts ausgeführt. Geschlossen hielt sie einwandfrei. Bei meinem Modell war sie aber nicht unverlierbar angebracht. Da hier aber der Stromanschluss über einen Mini-USB Stecker dauerhaft angeschlossen wird, ist dies zwar nicht die optimale Lösung aber durchaus noch in Ordnung. Man sollte diese Gummilippe nur nicht verlieren, um die Anschlüsse bei Bedarf staubgeschützt verschließen zu können.
    Zusätzlich zum Mini-USB Anschluss besteht die Möglichkeit ein Display über den AV-Anschluss (Klinkenbuchse) anzuschließen.


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    Nicht optimal ausgeführt ist die Art, wie die Kamera von dem Halter gelöst werden kann.
    Die Dashcam muss nach hinten aus dem Halter herausgezogen werden. Eine winzige Haltenase, die die Kamera arretiert, muss hierfür mit dem Fingernagel leicht angehoben werden.
    Da die Haltenase sehr eben ist und keine wirklich fühlbare Nut vorhanden ist, entpuppt sich dieser Vorgang als sehr fummelig. Mir ist die Haltenase während der Testphase zudem angebrochen.
    Die Funktion der Halterung war hierdurch glücklicherweise nicht eingeschränkt. Die Kamera hielt trotzdem noch straff auf dem Schieber.


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    Ende Teil 1 meines Erfahrungsberichtes
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